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Hospizarbeit in der LEBENSWERKSTATT

 



Warum Kunst?
Kunst, ein kreatives Produkt, ist ein Bestandteil unseres Lebens. Sie wirkt durch Farbe, Form und Bewegung auf Körper, Geist und Seele. Kunst berührt unser Inneres und spricht die Emotionen an. Sie weckt Erinnerungen und lässt Raum für eine Sprache auch ohne Worte.

Worum geht es in der Kunsttherapie?
Kunsttherapie ist eine nonverbale Therapieform, die über den Einsatz von künstlerischen Medien wirkt. Mit Hilfe des Gestaltungserlebnisses und des daraus entstehenden Endprodukts unterstützt die Kunsttherapie die Fähigkeit, die persönliche Situation und die Gefühle wahrzunehmen und darzustellen. Dort, wo Worte nicht ausreichen oder nicht vorhanden sind, kann künstlerisches Arbeiten zur Sprache werden, die das Innere des Menschen anspricht. Der kreativ Schaffende kann durch sein Werk in einen Dialog treten - mit sich selbst, mit dem Therapeuten. So kann verbal oder nonverbal etwas mitgeteilt und damit geteilt werden. Denn: Jede Form des Ausdrucks und der Kommunikation entlastet und lindert Leid.

Kunsttherapie mit Sterbenden
Die Kunsttherapie macht es sich zur Aufgabe, der schwierigen und schmerzlichen Lebenssituation sterbender Menschen zu begegnen. Sie setzt an den Bedürfnissen des Einzelnen an und kann Verschiedenes bewirken:

  • Künstlerisches Gestalten kann unterstützen, die Emotionen zu entdecken und auszudrücken


  • Gestalterischer Dialog zwischen Therapeut und Klient bedeutet Kommunikation


  • Begegnung wird möglich

  • Unsagbares kann verbal oder nonverbal ausgedrückt, geteilt und verarbeitet werden

  • Isolation und Rückzug können überwunden werden

  • Schmerzen und andere Symptome können vermindert werden
Indikation für Kunsttherapie in der palliativen Pflege
SPRACHLOSIGKEIT als ein Ausdruck physiologischer, psychischer oder sozialer Unbeweglichkeit die Kommunikation nicht oder nur eingeschränkt möglich werden lässt.
In den Sterbe-, Trauer- und Verlustphasen (Kübler-Ross) kann die Kunsttherapie gezielt eingesetzt werden, um diese Sprachlosigkeit zu überwinden. Ziel ist es, dem Sterbenden Entlastung zu verschaffen und Leidensdruck abzubauen. Die Kunsttherapie kann dazu beitragen Würde und ein Höchstmaß an Lebensqualität zu erhalten.
Als Bestandteil der Konzepte palliativmedizinischer Arbeit bietet die Kunsttherapie auch psychosoziale Unterstützung der Angehörigen bzw. der Familien in diesem schwierigen, emotional belastenden Lebensabschnitt.
In der Kunsttherapie wird begleitend und nicht aufdeckend gearbeitet.

Methoden der Kunsttherapie
  • der Klient malt oder gestaltet


  • für den Klienten malen und gestalten

  • gemeinsames Malen und Gestalten

  • Kunst und innere Bilder erleben

  • Lebensrückblick mit Hilfe von kreativen Produktionen

  • begleitende Gespräche

  • Rituale
Materialien der Kunsttherapie
  • reichen von Aquarell-, Tempera- und Wasserfarben über Pastell- und Ölkreiden bis hin zu Blei- und Buntstiften. Zum plastischen Gestalten von Objekten dienen Ton, Gips und andere Naturmaterialien


  • umfassen ein weites Spektrum von künstlerischen Materialien und Techniken

  • sind auch für den Klienten ohne Vorkenntnisse anwendbar
Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Auch Geschichten und Gedichte sowie Meditationsmusik finden Anwendung.

Die Wahl der gestalterischen Medien orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen der Klienten.